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Gemeinschaftsschule

Besuch auf der Streuobstwiese – Wir schaffen Lebensräume für Insekten

Besuch auf der Streuobstwiese – Wir schaffen Lebensräume für Insekten

Im April stand beim Streuobstwiesenprojekt der Frosch- und Schmetterlingsklasse alles im Zeichen der Wildbienen und anderer Insekten – und der Frage, wie wir ihnen auf der Wiese geeignete Rückzugsorte und Brutplätze schaffen können.

Zu Beginn kam Frau Kiss, unsere Streuobstwiesenpädagogin, zu uns ins Klassenzimmer und erklärte uns, warum Insekten für das ökologische Gleichgewicht so wichtig sind.
Wir erfuhren, wie die Mauerbiene (Osmia) in schmalen Hohlräumen – zum Beispiel in Holz oder kleinen Röhren – ihre Brutzellen anlegt. Dann wurde es spannend: Mithilfe einer durchsichtigen Röhre zeigte Frau Kiss uns sehr anschaulich, wie die Mauerbiene ihre Brutröhren mit mehreren hintereinanderliegenden Brutkammern anlegt.

 Jede einzelne Kammer wird sorgfältig vorbereitet: Die Biene sammelt Nektar und Blütenpollen, die an ihrer „Bauchbürste“ hängenbleiben, und legt diese als Nahrungsvorrat in die Röhre. Danach fliegt sie wieder los und krabbelt rückwärts in die Röhre und legt ein Ei.  Anschließend verschließt sie die Kammer mit einer dünnen Trennwand aus Lehm oder Erde. Dahinter entsteht dann die nächste Brutzelle. So wächst in einer einzigen Röhre eine ganze Reihe von Nachwuchs heran.

Außerdem erfuhren wir, dass die Larven später den Vorrat vollständig auffressen, sich verpuppen und bis zum nächsten Frühjahr in der Röhre bleiben. Dann schlüpfen zuerst die Männchen aus den vorderen Kammern, danach die Weibchen.

Danach ging es auf die Wiese und wir wurden selbst aktiv: Wir füllten umgedrehte Blumentöpfe mit Holzwolle, fixierten diese mit Stöckchen und hängten sie auf – ein idealer Rückzugsort für Marienkäfer und Ohrenzwicker. Außerdem bohrten wir Löcher in Holzstücke, damit Wildbienen dort hineinkriechen können, und befestigten diese in Dosen. Wichtig war dabei, die Bohrlöcher gut abzuschmirgeln, damit sich die Bienen beim Ein- und Ausfliegen nicht an ihren Flügeln verletzen.

Zudem pflanzten wir viele Frühblüher und andere Pflanzen ein, damit die Insekten ausreichend Nahrung finden. Auch das Insektenhotel und den Totholzhaufen brachten wir wieder auf Vordermann.

Zum Abschluss gab es für alle Kinder leckeren Apfelpunsch und uns allen wurde klar, dass man schon mit einfachen Mitteln viel für den Schutz von Insekten tun kann. Nun sind wir gespannt, welche Tiere bei unserem nächsten Besuch auf der Streuobstwiese eingezogen sein werden.

Bericht der Schmetterlingsklasse 3S